Bibliografie

In the Sea of Memory: Embodiment and Agency in the Black Diaspora

Dissertation, 2000

Clashing Interpretations in Jamaican Dancehall Culture

[In: Small Axe: A Caribbean Journal of Criticism 21]
Duke University Press, New York, 2006

Rethinking Diasporicity: Embodiment, Emotion, and the Displaced Origin

[In: African and Black Diaspora: An International Journal, 1/2]
Taylor & Francis, London, 2008
https://taylorandfrancis.com

Nudity and Morality: Legislating women’s bodies and dress in Nigeria

[In: East African Journal of Peace & Human Rights, 15/1]
Grahamstown, 2009

Scattered Limbs, Scattered Stories: The Silence of Biafra

[In: African Identities, August 2012]
Taylor & Francis, London, 2012
www.cassavarepublic.biz

Dr. Bibi Bakare-Yusuf (Nigeria/ Großbritannien)

Bibi Bakare-Yusuf wurde 1970 in Lagos, Nigeria, geboren. Mit dreizehn Jahren wurde sie an eine Privatschule in England geschickt, wo sie später Kommunikationswissenschaft und Anthropologie am Goldsmiths College der Universität London studierte, gefolgt von einem Master in Gender Studies an der Universität von Warwick sowie einer Promotion. In ihrer Doktorarbeit setzte sie sich in einer Untersuchung von Strukturen der Bewahrung in Kulturen der Neuen Welt mit der Beziehung zwischen Verkörperung und Erinnerung in der afrikanischen Diaspora auseinander. Bakare-Yusuf veröffentlicht zudem Aufsätze in Fachzeitschriften, nimmt regelmäßig an wissenschaftlichen Konferenzen teil und ist in der Redaktionsleitung mehrerer einflussreicher Zeitschriften vertreten. 2003 kehrte sie nach Nigeria zurück, um an der Obafemi-Awolowo-Universität am Centre for Gender Studies zu forschen.

Nach eigener Aussage begleitete Bakare-Yusuf das Schreiben bereits ihr ganzes Leben lang – von ihren Tagebucheinträgen als Jugendliche bis hin zur Teilnahme an Autoren-Workshops in London. Die Bücher von Bessie Head, der bekanntesten Schriftstellerin Botswanas, die sie ohne Pause las, waren dabei ihre wichtigste Quelle der Inspiration, da sie durch diese Lektüre erkannte, dass es möglich war, das Chaos in ihrem Kopf durch das Schreiben zum Verstummen zu bringen. Wie sie in einem Interview bekannte, führt sie ihr Interesse an der Beziehung zwischen Kultur und Erinnerung allerdings immer wieder dazu, akademisch statt literarisch zu schreiben. Zudem sei sie davon abgekommen, Gedichte zu verfassen, als sie erkannt habe, dass es andere Schriftsteller gebe, die das, was sie sagen wollte, viel besser ausdrücken könnten. An diesem Punkt habe sie das kreative Schreiben eingestellt, aber dafür das Lesen von Gedichten und fiktionalen Texten intensiviert.
Bevor sie im Jahr 2006 Cassava Republic Press, eines der mittlerweile wichtigsten afrikanischen Verlagshäuser, mit begründete, arbeitete Bakare-Yusuf als Beraterin für Entwicklungsorganisationen wie ActionAid, Unifem und die Europäische Union. Als ihr Lebenswerk sieht es die überzeugte Feministin dementsprechend an, die Transformation der afrikanischen Gesellschaften durch die Produktion alternativer Narrative voranzutreiben. Zu diesem Zweck veröffentlicht Cassava Republic Press Geschichten von und für Afrikaner zu erschwinglichen Preisen, mit dem Ziel, einerseits die einheimische Literatur zu fördern und andererseits eine Lesekultur auf dem gesamten Kontinent zu entwickeln. Mehrere dieser Bücher, die im Sinne der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen u.a. Geschlechterrollen subtil hinterfragen sollen, wurden in Nigerias Schulkurrikulum aufgenommen.

Zu den Autoren, die Bakare-Yusuf verlegt, gehören literarische Schwergewichte wie Teju Cole, Lola Shoneyin, Nnedi Okorafor, Helon Habila und Petina Gappah. Sie war die Brittle Paper African Literary Person of the Year 2018 und gewann bei der London Book Fair den Inclusivity in Publishing Award. 2019 steht sie auf der OkayAfrica's 100 Women List 2019. Ihr Verlag www.cassavarepublic.biz ist auf der diesjährigen Londener Buchmesse für den British Book Awards’ inaugural Small Press of the Year nominiert, der innovative und herausragende Verlage jenseits des Mainstreams ehrt.

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Programm

Eröffnungsveranstaltung - 06.11.2019
Podiumsdiskussion/ Panel/ Table ronde: Culture, Language Policy and Power - 08.11.2019

Förderer